| Schweizerische Flugsicherung steht vor grossen Herausforderungen
Die europäische Vielfältigkeit mit den nationalen, topographisch gebundenen Souveränitätsansprüchen, die mit der fliegerisch operativen Wirklichkeit kaum etwas gemeinsam haben, hat die Europäische Kommission zum Konzept des Single European Sky geführt, bei dem der Fokus über das Air Traffic Management hinaus auf ein Europäisches Luftraum-Management geht. Auf Initiative der Europäischen Kommission arbeitet die schweizerische Flugsicherungsunternehmung Skyguide mit anderen Eurocontrol Staaten an der Verwirklichung dieses Single European Sky (SES), dessen operationelle Aufteilung nicht mehr mit den nationalen Grenzen übereinstimmen muss. Es ist das Ziel, den gesamten europäischen oberen Luftraum auf die operationellen Bedürfnisse auszurichten, den Verkehrsfluss zu harmonisieren und dadurch die Kapazität zu erhöhen. Dieses Vorgehen wird zu einer Schaffung von grossen funktionalen Luftraumsektoren (Functional Blocks of Airspace, FBA) führen, die gemeinsam von mehreren Flugsicherungsanbietern bewirtschaftet werden. Die Einnahmestruktur der Skyguide verdeutlicht die Bedeutung und die Wichtigkeit der aktiven Beteiligung an |
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| | diesem europäischen Projekt. So erwirtschaftet die Unternehmung rund 60% ihrer Einnahmen in diesem oberen Luftraum. Es ist daher von grösster strategischer Bedeutung, dass Skyguide auch langfristig ihre Position in diesem härter werdenden internationalen Wettbewerb halten kann. Ohne Einnahmen aus dem oberen Luftraum (9’000 bis 12’800 Meter) ist die Existenz der Schweizer Flugsicherung Skyguide in Frage gestellt.
Harmonisierung JA, Einsparungen zulasten der Sicherheit NEIN
Der von der EU vorgesehene Wettbewerb unter den Anbietern von Flugsicherungen könnte infolge des entstehenden Konkurrenz- und Kostendrucks das Produkt Flugsicherheit bedrohen. Eine Harmonisierung der europaweiten Infrastrukturen kann ohne weiteres unterstützt werden. Hingegen ist zu befürchten, dass der von der EU per Dekret vorgesehene Wettbewerb unter den Anbietern von Flugsicherungen zu einer Gefahr für die Sicherheit werden könnte. Und zwar, indem zu wenig in Personal und Infrastruktur investiert wird. Letztendlich ist es aber eine Frage der Souveränität, ob Staaten auf eine eigene Flugsicherung verzichten wollen. |
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